Das Hubbel Teleskop
10 Milliarden Jahre, also in die "Jugendjahre" unseres
Universums zurückblickend, hat jetzt das Hubble Weltraumteleskop einen
explodierenden Stern -- eine außergewöhnliche Supernova -- entdeckt -- noch
nie ist dieses Phänomen so extrem weit weg von uns beobachtet worden! Aber
hinzu kommt noch etwas viel fundamentaleres: diese Entdeckung unterstützt
die Theorie der "dunklen Energie", die Albert Einstein vor fast 100 Jahren
"erfand", eine Kraft die der Gravitationskraft entgegenwirkt und die
Expansion des Kosmos beschleunigt.

(Bild von NASA - es wurde von Hubble am 2. Februar 2000 aufgenommen -
eine Supernova, von einer Galaxie 169.000 Lichtjahre entfernt. Es ist die
hellste jemals beobachtete Supernova. Das rechte Bild zeit durch Computer
generiere extrem heiße Ringstreifen.)
Eine Supernova ist ein explodierender Stern, ein kosmisches Blitzlicht, und
kommt ca. einmal pro Sekunde irgendwo im Weltall vor. Das ausgestrahlte
Licht einer Supernova ist heller als das von den Milliarden Sternen seiner
Galaxie zusammengenommen. Nur, die Forscher müssen sehr intensiv suchen, um
eine Supernova zu finden. Wenn das passiert, ist es stets ein dramatisches
Ereignis.
Diese Supernova explodierte vor mehr als 10 Milliarden Lichtjahren und mehr
als 10 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Erst jetzt erreichte der
Blitz das Hubbel Teleskop. Diese Entdeckung erlaubt den Wissenschaftlern,
Ereignisse aus der frühen Geschichte des Weltraums "real" zu beobachten!
Obwohl von uns aus kaum sichtbar, leuchtet dieser neu entdeckte
verlöschende Stern viel heller und bewegt sich nicht so wie es aus der
"normalen" Expansion des Weltraums zu erwarten wäre.
Unsichtbar, und kaum verstanden, füllt diese "dunkle Energie"
möglicherweise zwei Drittel des Weltraums. "Die dunkle Energie",
durch diese Supernova nun bestätigt, ist in jedem Maße so erstaunlich wie
die schwarzen Löcher", sagte Michael Turner, ein Kosmologist der Universität
von Chicago, "diese Energie hat Kontrolle über die Dichte der Natur. Hier
liegt der Schlüssel, der erklären könnte, wie sämtliche Partikel und Kräfte
der Natur zusammenpassen."
"Die Entdeckung, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt,
dürfte als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen der letzten
25 Jahre gelten."
Zum ersten Male haben Astronomen festgestellt dass ein Planet eines
entfernten Sterns eine Atmosphäre aufweist.
Das Hubble Teleskop diente einem Team von der Caltech Universität und dem
National Center for Atmospheric Research zur Beobachtung des 150 Lichtjahre
entfernten Sterns. Die Atmosphäre enthält das Element Sodium.

(Bild von NASA - Das Hubble Telescope)
Leben zu finden erwartet das Team nicht, denn der Planet weist eine
Oberflächentemperatur von über 1000 Grad Celsius auf. Aber die Forscher
hoffen dass die angewandte Technik in Zukunft dazu führen wird, Gase wie
Methan, Kohlendioxyd und Wasserdampf -- Indikatoren von Leben -- in der
Atmosphäre von entfernten Planeten zu finden.
Der Planet kreist um den Stern HD 209458, im Sternbild Pegasus. Er ist
einer von über 80 andere Sterne umkreisenden Planeten, die bisher entdeckt
wurden.
Der unbenannte Planet ist 70% massiver als Jupiter, ca. 220mal größer als
die Erde, und ist nur ca. 6 Millionen km von seinem gelben, sonnenähnlichen
Stern entfernt. Deshalb beträgt die Umlaufzeit, also das Planetenjahr, nur
3.5 Tage.
Von uns aus gesehen kreist der Planet in seinem Umlauf regelmäßig vor dem
Stern vorbei, was zu einer reduzierten Lichtmenge, die zu uns dringt, führt.
Diese Tatsache, verbunden mit dem sehr schnellen Umlauf, machen diesen
Planeten zu einem idealen Beobachtungsobjekt.
Mit Hilfe eines an Bord des Hubble befindenden Spektroskops werden die
minimalen Differenzen in dem von dem Stern ausgestrahlten Licht mit und ohne
Teilblockierung gemessen. Wenn der Planet zwischen uns und dem Stern liegt,
absorbiert das Sodiumelement in der Atmosphäre des Planeten einen Teil des
von dem Stern ausgehenden Lichts, was zu einer besonderen Signatur des
Lichtspektrums führt.
|